2012-02-12 00:00
Ursachen des Trockenen Auges
Das Trockene Auge kann unterschiedliche Ursachen haben, die sich nicht immer genau bestimmen lassen. Folgende Faktoren können die Zusammensetzung, die Produktion oder die Verteilung des Tränenfilms negativ beeinflussen:
Endogen (von innen)
Nachlassende Tränenproduktion im Alter, Wechseljahre/Schwangerschaft (Hormonumstellungen), Nervenlähmungen (z. B. nach einem Schlaganfall), bestimmte Erkrankungen (z. B. Diabetes, Neurodermitis, Rheuma, Schilddrüsen- oder Autoimmunerkrankungen)
Exogen (von außen)
Intensive Bildschirmarbeit bzw. Fernsehen, klimatische Einflüsse (trockene Luft, Klimaanlage), einseitige Ernährung, geringe Flüssigkeitsaufnahme, Einnahme best. Medikamente (z. B. Beta-Blocker, „Pille“), Tragen von Kontaktlinsen.
Die Symptome des Trockenen Auges werden durch künstliche Tränen behandelt. Der Einsatz dieser Tränenersatzmittel verhindert die Austrocknung der Horn- und Bindehaut und lindert so die Beschwerden. Der in Tränenersatzmitteln enthaltene Inhaltsstoff Hyaluronsäure vereint die Vorteile von Tropfen und Gel. Er ist flüssig und damit sehr einfach tropfbar und verweilt trotzdem sehr lange am Auge.
Hyaluronsäure kommt – als der Feuchtigkeitsspender – sowohl im Körper als auch im Tränenfilm natürlich vor. Aus diesem Grund sind Tränenersatzmittel mit Hyaluronsäure sehr gut verträglich und besitzen ein außergewöhnlich hohes Wasserbindungsvermögen. Neben diesen Attributen hat Hyaluronsäure auch wundheilungsfördernde Eigenschaften.
Zunächst sollte versucht werden, den bzw. die auslösenden Faktor(en) der Benetzungsstörung zu finden. Während man auf bestimmte exogene Ursachen, wie z. B. zu trockene Raumluft oder zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, recht schnell Einfluss nehmen kann, ist die Behandlung endogener Ursachen komplizierter. In den meisten Fällen kann auf bestimmte Medikamente, die als Nebenwirkung ein Trockenes Auge verursachen, nicht verzichtet werden.
Neueste Erkenntnisse belegen jedoch einen positiven Einfluss der Ernährung und spezifischer Mikronährstoffe auf die Qualität und Menge des Tränenfilms. Im Mittelpunkt dieses Ansatzes stehen dabei Fettsäuren (insbesondere Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren), die im Körper u.a. in anti-entzündliche Botenstoffe umgewandelt werden. Die essenziellen Fettsäuren benötigen noch weitere Mikronährstoffe (Vitamin C und E, Zink), um ihre Arbeit im Körper optimal vollbringen zu können.
